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Liebe Gäste!
Wir freuen uns, dass Sie interesse haben an der Basilika Klein-Mariazell!

Wenn Sie eine Wallfahrt planen, dann können Sie sich hier vorab informieren. Für eine genaue Planung bitten wir Sie uns via E-Mail oder im Pfarrbüro telefonisch zu kontaktieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

das Pfarrteam.

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Zeittafel



Zeittafel Was ist geschehen?
Vor 1136 Flurheiligtum
1136 Stiftung der Brüder Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg, Gründung des Klosters durch Markgraf Leopold III.
Widmung an Benediktiner von Altaich
1250 Zerstörung durch die Kumanen
1252 Zerstörung durch die Magyaren (Bela IV. von Ungarn)
1464 Plünderung durch die „Ungarischen Brüder"
1466 Wiedereinweihung der Stiftskirche
1529 1. Zerstörung durch die Türken
1532 2. Zerstörung der erst wenig aufgebauten Kirche
1603 Brand in Kloster- und Pfarrkirche, Meierhof
1605 Wiederaufbau des Klosters
1609 Wiederbestattung der Gründer-Brüder, neuerliche Wiedereinweihung der Stiftskirche
1683 3. Zerstörung durch die Türken
1782 Aufhebung des Klosters durch Josef II. Abbruch der Pfarrkirche, Administration an Melk abgegeben
1795 Administration durch Lilienfeld
1798 Übernahme durch die Staatsgüter-Direktion für den Religionsfonds
1825 Versteigerung des Klosters und seiner Güter. Nacheinander mehrere Besitzer, die das Kloster als Schloß verwendeten
1940 Kloster wird Umsiedlungslager für Volksdeutsche
1946 Beschlagnahme durch russische Besatzungsmacht
1964 Freilegung des mittelalterlichen Klosters; Kreuzgang, Mönchshalle und Klosterraum.
Große Teile der Abtei wurden abgerissen
1966 Ablöse des Patronates
1974 Errichtung des Wallfahrermuseums „Via Sacra"
1994-1998 Generalrenovierung der ehemaligen Klosterkirche und Außenanlagen, Neuerrichtung von Saal und Nebenräumen auf den alten Gewölben.
2002

Renovierung der alten Gewölberäume zur Aufnahme des Reliquienschreines,

neu Eröffnung des renovierten "Kirchenwirtshauses"

2005 Errichtung der geförderten Priesterwohnungen und bezug durch die Brüder Samariter
2007 Die Pfarr- und Wallfahrtskirche wird zur BASILIKA erhoben

Geschichte

  • Das ehemalige Kloster

    as ehemalige Kloster Mariazell in Österreich, nunmehriges Klein-Mariazell, liegt im westlichen Teil des auslaufenden Wienerwaldes, im oberen Triestingtal, auf rund 440 Metern Seehöhe. Klein-Mariazell gehört der Marktgemeinde Altenmarkt an der Triesting an, die die Orte St. Corona, Klein-Mariazell, Thenneberg, Hafnerberg-Nöstach und Altenmarkt selbst umfasst. Klein-Mariazell liegt an der "Via Sacra", der alten Pilgerstraße von Wien nach Mariazell in der Steiermark.

     

  • Gründung

    Bereits um 1120 stifteten zwei Edle aus Nöstach, die Brüder Heinrich und
    Rapoto von Schwarzenburg aus dem Geschlecht der Haderiche in der
    Hoffnung auf ihr Seelenheil ein Kloster der Cella S. Marie. Der Ort dieser
    Neugründung befand sich in einer abgeschiedenen Urwaldgegend ohne
    Besiedelung - ideal für ein beschauliches Leben der streng nach Hirsauer
    Vorbild lebenden Benediktinermönche, die aus Göttweig kamen.
    Der Legende nach war auch Markgraf Leopold III. in die Gründung eingebunden.
    Zu den ersten Mönchen zählte auch Heinrich, einer der beiden Stifter, der als Konverse
    in das Kloster eintrat. Die Legende erzählt, die beiden Stifter hätten bei der
    Rohdung und Urbarmachung selbst mit Hand angelegt. Die beiden
    schenkten dem Kloster neben ausgedehnten Besitzungen im Norden
    Niederösterreichs auch ihre "urbs propria", die Schwarzenburg in Nöstach,
    mit den umliegenden Gebieten, die bis an den Gerichtsberg bei Kaumberg
    reichten. Ein Tausch mit dem Passauer Bischof 1155 brachte dem Kloster
    schließlich auch die Zehentobrigkeit über dieses Gebiet, das sich in etwa
    mit den heutigen Gemeinden Altenmarkt und Kaumberg deckt.
    Damit war die Grundlage gelegt, dass sich das Kloster für die nächsten
    Jahrhunderte zum geistlichen und weltlichen Zentrum der Region entwickeln
    konnte.

    m 13. und im beginnenden 14. Jahrhundert wurde das Kloster mit Hilfe von
    Herzog Friedrich II. zu einer großen und nächtigen Abtei ausgebaut. Die Kirche
    erhielt ihre heutigen Ausmaße, tüchtige Äbte, wie Abt Herbord (1297-1331), ließen große Zubaute errichten.
    So wurden damals eine reich ausgestattete Kapelle, ein Dormitorium, ein Refektorium, eine
    Wasserleitung zum Waschhaus, ein Speisesaal, ein Gästehaus,
    Fischbehälter und andere nützliche Dinge erbaut.

    Siegel des Abtes Ulrich I.

    In dieser Zeit wurde das Kloster auch in päpstlichen Schutz genommen und erhielt die freie Wahl seiner Äbte zugestanden.

    Wie alle anderen Benediktinerklöster in Österreich zu dieser Zeit auch,
    erlitt Mariazell/Österreich in geistlicher Hinsicht einen Niedergang,
    der erst im 15. Jahrhundert durch die Melker Reform wieder wettgemacht
    werden konnte. An diesem großen Reformunternehmen waren auch einige
    Äbte des Klosters maßgeblich beteiligt, vor allem Laurenz I. Grueber.

    Unter seinem Vorgänger wurde in den landesfürstlichen Wäldern etwa
    eineinhalb Stunden vom Kloster entfernt im Jahre 1444 eine kleine
    Kapelle zu Ehren der hl. Corona und Anna geweiht. Sie wurde nahe einem
    heilsamen Bründl errichtet und war das Ziel zahlreicher hilfesuchender
    Pilger geworden.

    Aber schon im Jahre 1464 zerstörten die
    Ungarischen Brüder das Kloster. Nur zwei Jahre später wurden Kirche und
    Kloster wieder eingeweiht.

    1529 und 1532 zerstörten die
    Türken das Kloster derart, dass die Kirche beinahe 80 Jahre lang leer
    stand. Erst um 1609 wurde sie wiederhergestellt und eingeweiht.

  • Im 16. Jahrhundert


    as Klostergebäude beherbergte außer dem Abt und den Mönchen das Gesinde und eventuell Gäste. Vornehmere Personen kamen eher selten, dafür öfters verschiedene Priester und Untertanen. Laut Inventar von 30. August 1566 gliederte sich das Haus in Sakristei, Bibliothek, Abtei, Konvent, diverse Zimmer für das Gesinde und den Maierhof. Durch ihre Funktion bedingt, befanden sich in der Sakristei vorwiegend Gegenstände für den liturgischen Gebrauch. Bevor der Gottesdienst gefeiert wurde, konnte sich der Priester hier umziehen, und bevor zum Chorgebet geschritten wurde, holte man sich von hier die nötigen Bücher. Auffällig ist die Erwähnung des Taufbeckens in diesem Raum; möglicherweise diente er auch als Taufkapelle. Anschließend erwähnt das Inventar die Bibliothek, die 350 Werke beinhaltete.

    Die Abteistube diente als Schlafzimmer des Abtes. Er schlief in einem Himmelbett auf einem Strohsack. Zum Rasieren hatte er sein Scherzeug zur Hand. Außerdem bewahrte er hier verschiedene Feuerwaffen, Besteck und diverse andere Sachen auf.

    Zur Versorgung des Hauses gab es drei Keller: den Speisekeller, den Brunnenkeller und den "khreut kheller", in dem sich unter anderem eine große Menge Salz befand. Das Getreide wurde in zwei Kästen aufbewahrt. Im Maierhof befanden sich zu jener Zeit zwei Pferde zum Reiten und eines zum Lasttragen, 22 Zugochsen, zehn andere, zwei Stiere, sechs Kälber, vierzehn junge Kälber, 24 Melkkühe, vierzig Schweine, 26 Schafe und 450 hl ungedroschenes Getreide.

  • Aufgaben im Kloster


    n der Beziehung der Mönche im Kloster zur Außenwelt waren folgende zwei Faktoren bestimmend: die Grundherrschaft und die Seelsorge. Zum einen waren die Bewohner der umliegenden Ämter Klosteramt, Thenneberg, Altenmarkt und Nöstach dem Kloster untertänig, zum anderen gehörten sie der Klosterpfarre und damit auch deren geistlicher Jurisdikation an.


    Das Kloster und sein unmittelbarer Einflußbereich im oberen Triestingtal (Klosterpfarre und kaiserl. Wienerwald)

    Die umliegenden Untertanen waren verpflichtet regelmäßig den Gottesdienst zu besuchen und bei Taufen, Trauungen, Begräbnissen ect die entsprechenden Stolgebühren zu bezahlen. Die zur Seelsorge zugelassenen Mönche hatten nicht nur die Gottesdienste zu halten, Taufen zu spenden, bei Trauungen zu assistieren, Einsegnungen und Begräbnisse durchzuführen, sondern mussten auch seelsorglich tätig sein, indem sie Sterbenden die Letzte Ölung spendeten oder Kranken die Kommunion ins Haus bringen mussten, weil sie nicht in die Kirche kommen konnten. Begleitet wurde er bei solchen Besuchen entweder von einem Klosterbediensteten oder dem Schulmeister bzw Mesner, der das Rituale und andere Utensilien mittrug. Zu den Tätigkeiten des Seelsorgers gehörte auch das Hören der Beichte, was entweder in den dafür vorgesehenen Beichtstühlen oder in der Sakristei der Stiftskirche stattfand. Als die Seelsorge in der zweiten Hälfte des 16. Jhdts. noch nicht von Mönchen, sondern von angestellten Leutpriestern versehen wurde, war die Klausur keineswegs so streng, dass die Konventualen stets im Kloster zu bleiben hatten. Für einen Ausgang war die Erlaubnis des Abtes notwendig. Kleinere Spaziergänge, wahrscheinlich in der unmittelbaren Umgebung des Klosters, waren ohne ausdrückliche Erlaubnis des Abtes gestattet.

    Zahlreiche Klöster betrieben eigene Apotheken, die von heilkundigen Mönchen oder ausgebildeten Apothekern geführt wurden. Außerdem gab es meistens eigene Krankenzimmer und speziell für Krankenpflege zuständige Geistliche. In Mariazell/Ö scheint nichts davon bestanden zu haben.

  • Zeit der Reformation

    ür das Stift brachen wieder schwere Zeiten heran, denn der Geist der Reformation bedrohte auch dieses bis ins 17. Jhdt hinein. Dies äußerte sich vor allem in Auseinandersetzungen mit mit protestantischen Grundherrn der Umgebung, die das Kloster zu unterdrücken suchten, vor allem aber in einem akuten Mangel an Geistlichen. Dies führte so weit, dass die Kirchen in Altenmarkt und Nöstach nicht mehr mit Priestern besetzt werden konnten, und oft sogar der Abt selbst die Aufgabe des Pfarrers übernehmen musste, weil er der einzige Geistliche im Kloster war. Die Gottesdienste wurden daher in dieser Zeit in der Pfarrkirche St. Thomas, die sich im Stift befand, gehalten. Die anderen Gotteshäuser mussten vernachlässigt werden, was nach den überstandenen Reformationswirren im 17. Jhdt in der Zusammenlegung von Altenmarkt, Nöstach und Klosteramt zu einer Pfarre gipfelte, die bis 1782 bestehen blieb. Die nunmehrigen Filialen St. Johannes und St. Martin wurden von nun an nur mehr für Kirchenweihfeste und Begräbnisse genutzt.


    Kupferstich von Georg Matthaeus Vischer (1672)

  • Leben im Kloster



    Die vermehrte Zahl der Konventualen machten im Kloster verschiedene Umbauten notwendig.


    Es ist anzunehmen, dass unter Abt Valentin Stambler das Kloster jene Gestalt erhielt, die sich auf dem Kupferstich von Schlegl 1699 bietet.

    Den Chor der Klosterkirche, womit möglicherweise die Apsis gemeint war, ließ er neu bauen. Das Kloster erhielt ein Dormitorium, womit nicht ein Schlafraum gemeint ist, sondern ein Trakt mit Zellen für die Mönche.

    Wappen des Abtes Valentin Stambler 1618-1653
    In der Mitte des Obergeschosses der Südfront des Klostergebäudes wurde ein Refektorium errichtet, das von einer schweren Holztramdecke geziert wurde.

    Auf dem Mittelbalken wies die eingeschnitzte Jahreszahl 1638 auf die Fertigstellung hin. Ebenso ließ er einen neuen Kapitelsaal bauen; dieser befand sich nach dem Kupferstich von 1699 im Obergeschoss des Verbindungstraktes zwischen Pfarr- und Stiftskirche. Außerdem ließ der Prälat die Mühle außerhalb des Klosters neu errichten; sie war wichtig für die Versorgung des Klosters mit Getreide und Backwaren.

    Gegenstände des täglichen Lebens bezog man zum größten Teil aus Altenmarkt, das mit seinen Gewerbetreibenden ein wirtschaftlicher Mittelpunkt des Einflussbereichs des Klosters im oberen Triestingtal war.

    In seiner Amtszeit gelang es Abt Valentin nicht nur, das Kloster in geistlichen Belangen endgültig zu konsolidieren, sondern auch in wirtschaftlichen. Zu diesem Zweck versuchte er, Güter, die im 16. Jhdt. verloren gegangen waren, wie in Langau oder Fahrafeld, zurückzuerlangen; ebenso versuchte er den Wochenmarkt in Altenmarkt, der dem Kloster 1448 zugestanden worden, im 16. Jhdt. jedoch abgekommen war, wieder einzuführen. Doch waren nahezu alle seine Bemühungen in diese Richtung vergeblich. Trotzdem war Mariazell/Ö wirtschaftlich gesund und konnte es sich leisten, weitere Besitzungen zu erwerben, wie zum Beispiel 1621 einen Hof in Guntramsdorf.

  • Bruderschaften


    ie Barockzeit brachte einen großen Aufschwung für die Bruderschaften, welche Entwicklung auch in Mariazell/Ö deutlich wird, wo innerhalb von fünfzehn Jahren drei solcher Gemeinschaften entstanden: Mariä Himmelfahrt um eine glückselige Sterbestunde, Christenlehr und Corporis Christi. Hauptaufgabe dieser Bruderschaften war das regelmäßige Gebet bei bestimmten Ereignissen. Sie hatten, gekleidet in ihre Bruderschaftsmäntel, mit ihren Fahnen beispielsweise zu erscheinen, wenn der Erzbischof auf Visitation kam. Die Ausstattung für diese Bruderschaften – Fahnen, Windlichter und Mäntel – wurden auf Kosten des Klosters angeschafft.
    Alle drei Bruderschaften besaßen kein Vermögen; die geringen Einkünfte, die nur aus Spenden bestanden, wurden für die Bruderschaftsgottesdienste verwendet. Was sonst an Kosten anfiel, wurde vom Kloster bestritten. Der Konvent von Mariazell/Ö trat unter Abt Anselm Schiring der Josefsbruderschaft im Stift Lilienfeld bei, die damals große Bedeutung erreichte.

    Wappen des Abtes Anselm 1654-1679

  • Rückkehr und Wiederaufbau


    achdem die Türken am 12. September 1683 endgültig besiegt und in die Flucht geschlagen worden waren, war diese Gefahr gebannt und man konnte an eine Rückkehr denken.

    Aus zwei Briefen Abt Romanus Wohlrab aus dem Jahre 1684 geht jedoch hervor, dass es in diesem Jahr keineswegs schon wieder so gut um das Kloster stand. Jedenfalls dürfte die Taverne noch 1683 wieder aufgebaut worden sein. Die völlige Wiederherstellung des Klosters dauerte mehrere Jahre.
    Wappen des Abtes Wohlrab 1680-1699  


    Das Kloster dürfte noch in den 80er Jahren des 17. Jhdt. wieder halbwegs hergestellt gewesen sein. Die beste Quelle für das Aussehen des Klosters nach dem Wiederaufbau nach der Türkenzerstörung bietet uns der Kupferstich von Schlegl, der 1699 herausgegeben wurde, jedoch mit größter Wahrscheinlichkeit einige Jahre älter ist. Dieser ist in den Details äußerst genau.

    Der Kupferstich von Schlegl


    Im Zentrum der Anlage befanden sich die beiden Kirchen Mariä Himmelfahrt (Kloster) rechts und St. Thomas (Pfarre) links, an deren Nordseite sich die Michaelikapelle befand, die möglicherweise auch als Karner diente. Die Pfarrkirche war eindeutig im gotischen Stil erbaut, was an drei entsprechenden Maßwerkfenstern an deren Südseite und dem großen Eingangsportal zu sehen ist. Beide Kirchen hatten keine großen Türme, sondern Dachreiter aus Holz. Der Helm der Pfarrkirche wurde bekrönt von einem Marienbildnis und jeder der Klosterkirche von einem doppelten Kreuz. Im Hof hinter und neben der Thomaskirche befand sich der Friedhof für die Pfarrangehörigen, umgeben von einer Mauer mit Schießscharten und einem Wehrgang. Um beide Kirchen scharte sich der restliche Komplex des Klosters. Im Norden der Wirtschaftshof mit den Stallungen und der Pforte, im Süden das eigentliche Klostergebäude, das drei Innenhöfe umschloss. Im hintersten waren im ersten Stock die Zellen für die Mönche untergebracht, in der Mitte der Südfront das Refektorium und im westlichsten Hof die Prälatur, Zimmer der Bediensteten und Gästezimmer. Der große Hof vor der Südfront des Klosters war durch eine dicke Mauer eingefasst, in die auch eine Art Wehrturm integriert war. Hier befand sich ein Brunnen mit einer Benediktsstatue. Im Osten der Anlage befand sich, ebenfalls von einer Mauer umfangen der Klostergarten mit zahlreichen Bäumen, barock angelegten Beeten, Bienenstöcken und einem von einem kunstvollen Helm überdachten Lusthaus. Gemüse wurde auf einem Acker nördlich des Wirtschaftshofes und südöstlich des Klostergartens angebaut.

  • Stiftung und besondere Feste


    m Gefolge der Gegenreformation erblühte im Zeitalter des Barock dasreligiöse Leben im Sinne des Katholizismus von neuem, so dass sich eine Volksfrömmigkeit wie nie zuvor entfalten konnte. Alte vergessene Wallfahrten lebten von neuem auf, neue Kirchen und Kapellen, zu denen die Menschen pilgerten, entstanden und zahlreiche Prozessionen und geistliche Übungen bereicherten den liturgischen Jahreskreis jeder Pfarre. Ebenso erfuhr das geistliche Stiftungswesen, das seit dem Spätmittelalter darniedergelegen war, einen neuen Aufschwung, da man trachtete, sein Seelenheil zu verbessern und die Memoria auch nach dem Tod aufrecht zu erhalten. In dieses Bild passt auch eine wesentliche Ausweitung der seelsorglichen Aufgaben des Klosters im 18. Jhdt. 1727 wurde die neu errichtete Pfarre St. Corona, die mit einem Geistlichen aus dem Kloster zu besetzen war, übernommen. Ebenso entstanden auf dem Gebiet der Klosterpfarre zwei neue Kirchen, die zum Teil reich bestiftet wurden: 1729 bis 1745 auf dem Hafnerberg und 1764 bis 1766 in der Dornau zum leidenden Heiland (heute die Kirche in Thenneberg).

    Zwei der bedeutendsten Feste im Kloster waren das des hl. Benedikt am 21. März und seiner Schwester Scholastika, am 10. Februar, das mit einem Hochamt, zelebriert durch den Prior, gefeiert wurde. Besonders wichtige Feste im Kloster, bei denen der Abt selbst das Hochamt leitete, waren das Kirchweihfest der Stiftskirche am Pfingstmontag in Erinnerung an die Wiedereinweihung 1609, Fronleichnam, das Stifterrequiem für die Herren von Schwarzenburg, das Patroziniumsfest der Stiftskirche Mariä Himmelfahrt am 15. August Mariä Geburt am 8. September und das Patroziniumsfest der Klosterkirche, das Fest des hl. Apostels Thomas am 21. Dezember.

  • Verschuldung des Klosters

    article-49-img8

    article-49-img9ie Schulden wuchsen aufgrund des Wiederaufbaues und der Zubauten unaufhörlich an. Ein großes Problem waren auch die übermäßigen Wildschäden auf den Feldern der Untertanen, wodurch die Abgaben nicht ausreichend geleistet werden konnten. Zwar versuchte man früher schon die Schulden so gering wie möglich zu halten und immer wieder Geld zurückzubezahlen, eine wirkliche Besserung stellte sich aber erst unter Abt Edmund Tam ein. Das Wildbret in der Gegend wurde weitgehend reduziert, wovon auch die klostereigenen Felder profitierten. Hatte zuvor die jährliche Ernte für den eigenen Bedarf nicht ausgereicht, so dass zugekauft werden musste, ergab sich nun ein kleiner Überschuss, der verkauft werden konnte. Ebenso wurden die Weingärten in einen derart guten Zustand versetzt, dass alle Hoffnung berechtigt war, dass sie in den kommenden Jahren reichen Ertrag bringen würden. Die Wiesen des Klosters reichten aus, um das "Maiervieh" (Tiere im Maierhof) zu ernähren, ebenso wurde in den Gärten ausreichend das nötige "Kräuttl-Werckh" gepflanzt, wodurch man sich entsprechende Einkäufe sparte; ein Glashaus mit Orangerie trug ebenfalls dazu bei. Die Waldungen waren in gutem Stand und wurden zum "Grösten Schatz" des Klosters gewählt, doch wurden sie nicht entsprechend genutzt, da der Abtransport des Holzes zu schwierig schien; die Holzschwemme des Waldamtes auf der Triesting gab in dieser Beziehung jedoch Hoffnung. Diese brachte dem Kloster andererseits schwere Einbußen, weil dadurch der Fischbestand empfindlich vermindert wurde, so dass nahezu der gesamte Bedarf an Fisch um teures Geld eingekauft werden musste. Der Maierhof war durch die umsichtige Führung des Schaffers in einem derart guten Zustand, dass der Bedarf an Schmalz, Milch und Butter leicht gedeckt werden konnte. Ebenfalls hatte man eine Ziegelei, in der Ziegel für den eigenen Gebrauch angefertigt wurden. Um 1760 wurde eine Inventur des Klosters durchgeführt. Dabei zeigte sich jedoch, dass das Kloster in finanzieller Hinsicht vom Ruin bedroht. Um Mariazell/Ö zu retten, war eine groß angelegte Sanierung von Grund auf erforderlich, wozu der neue Abt fest entschlossen war. Große Unterstützung erhielt Abt Jacob Pach von seinem Heimatkloster Kremsmünster, das in den folgenden Jahren nicht nur zusätzlich Geldmittel für Mariazell/Ö flüssig machte, sondern auch qualifizierte Konventualen zur Führung des Klosters zur Verfügung stellte.

  • Aufhebung des Klosters


    Um die Studien der einzelnen Mönche war es zunehmend schlecht bestellt, zumal der Abt selbst nichts von der damals aktuellen Literatur hielt; möglicherweise ein Hinweis darauf, dass er der Aufklärung kritisch gegenüberstand.

    Kleidung erhielten die Mönche nach Bedarf; prinzipiell erhielten sie jährlich drei Hemden und ebenso viele Paar Schuhe. Die Kost war auch nicht so schlecht – immerhin gab es mittags sechs und am Abend vier verschiedene Speisen -, doch war deren Zubereitung, besonders abends, nicht besonders zufriedenstellend, was auf den Unmut mancher Mönche stieß.



    Am 29. November 1780 starb Maria Theresia, nachdem sie über vierzig Jahre regiert hatte. In dieser Zeit hatten sich beachtliche Tendenzen entwickelt und ausgeprägt, die dem Klosterwesen gegenüber aus verschiedenen Gründen negativ eingestellt waren. Dies äußerte sich in Österreich vorerst durch strenge Regulierungen und Beschränkungen der Orden, die in letzter Konsequenz aber alle auf eine Verminderung der Klöster und ihrer Mitglieder abzielten. Dies hatte zur Folge, dass zum Zeitpunkt des Todes der Landesfürstin ein Zustand erreicht war, durch den jedes Kloster und jeder Regulare von Eintritt bis zu Tod an staatliche Vorschriften gebunden war. Unter Maria Theresia kam es noch zu keinen Klosteraufhebungen. Erst nach ihrem Tod, als ihr Sohn Joseph II. an die alleinige Regierung gelangte, erfolgte ein entscheidender Schritt in diese Richtung.

    Die Situation im Kloster nimmt zu jener Zeit eine verhängnisvolle Entwicklung. Die Spannung zwischen Abt und manchen Geistlichen wird immer unerträglicher. Zwei Mal wird der Abt Jacob Pach von seinen eigenen Mönchen verklagt, zwei Mal erfolgen Untersuchungen durch die geistliche Hofkommission. Zudem hat man außer zwei Mönchen, die Trinker sind, drei andere, die geistig krank sind, um die sich aber niemand kümmert.

    In der niederösterreichischen Regierung gab es zwar in Einzelheiten verschiedene Meinungen zum weiteren Vorgehen, allesamt zielten sie aber nicht auf eine Aufhebung des Klosters hin. Die Hofkommission kommt im Gegensatz zum Bericht der niederösterreichischen Regierung zum Schluss, dass das Kloster, ungeachtet, dass es von jeher eines der angeseheneren Häuser Österreichs gewesen war, aufzuheben sei. Als weitere Maßnahme werden die Verteilung der Geistlichen auf andere Klöster, die Unterstellung der in den Pfarren tätigen Mönche unter den Ordinarius gleich anderen Seelsorgern auf dem Land, und eine Untersuchung der geisteskranken Mönche durch einen verständigen Medicus angeordnet, damit diese eventuell wieder geheilt werden konnten.

    Die endgültige Entscheidung lag bei Kaiser Joseph II., dessen Kirchenpolitik darauf abzielte, die Zahl der Klöster und ihrer Mitglieder zu verringern. Obwohl das Stift wirtschaftlich gesund war und ein beachtliches Vermögen besaß, für die Seelsorge im oberen Triestingtal von wesentlicher Bedeutung war und für die Vergehen seines Abtes nichts konnte, waren die Zustände, wie sie damals herrschten, die jedoch jederzeit mit guten Willen behoben werden hätten können, ein willkommener Anlass, ein geistliches Haus mehr aufzuheben. Am 5. November 1782 wurde das Kloster nach 646-jährigem Bestand aufgehoben.

    Die Zeit unmittelbar nach der Aufhebung


    Nach der Auflösung wurde das ehemalige Kloster Mariazell/Ö dem StiftMelk unterstellt. Die geisteskranken Mönche kamen dorthin, die Kirchen im Versorgungsbereich des ehemaligen Klosters wurden von Benediktinermönchen versorgt.


    Am 28. Dezember 1785 übergab man das ehemalige Kloster Mariazell/Ö unter die Obhut von Kremsmünster.

    Am 20. Februar 1790 starb Joseph II. und sein Bruder Leopold II. trat wenige Tage später die Nachfolge an. Noch im selben Jahr wurde die Bibliothek in das Stift Lilienfeld übersiedelt.

    In seiner Regierungszeit gab es immer wieder Hoffnung auf eine Wiedererrichtung von Mariazell/Ö, was aber aus unerklärlichen Gründen leider nicht geschah.

    Kremsmünster versuchte unterdessen soviel wie möglich aus dem mariazeller Besitz herauszuholen.

    Die wirkliche Zersplitterung der Güter begann im Jahre 1794, als der Verkauf von wesentlichen Besitzungen seinen Anfang nahm: Die Weingärten bei Mödling, Sooß, Baden, Pfaffstetten, die herrschaftliche Mühle und der Rehhof im Amt Thenneberg. Ebenso mussten die Gold- und Silbergegenstände aus der Schatzkammer wegen des Krieges mit Frankreich an die Münzbank abgeliefert werden.

    Die weitere Geschichte des ehemaligen Klosters


    Später wurde das ehemalige Kloster Kleinmariazell einem "Fonds" überlassen und schließlich 1825 versteigert. In der Folgezeit wurde aus den Klosteranlagen ein Schloss, aus dem Klosterbesitz Privatbesitz. Der Kirch blieb zu ihrer Erhaltung ein Küchengarten und ein kleines Stück Wiese. Nach den Klosterzeiten erlebte der Ort herrschaftliche Zeit.


    Ansicht des ehemaligen Klosters Mariazell in Österreich um 1900

    Die ganz große Wende aber im unmittelbaren Bereich von Kirche, Schloss und Pfarrhof war das Jahr 1940, als aus dem Schlosse ein Umsiedlungslager wurde, das Jahr 1945, als der ganze Besitz zum Deutschen Eigentum erklärt wurde, und das Jahr 1964, als begonnen wurde, das Schloss wegen Baufälligkeit niederzureißen. Nur der Kreuzgang, das Cellarium und wenige Nebenräum,e blieben erhalten. Diese Bauteile wurden sodann mit Dachstühlen versehen und mit Steinschindeln eingedeckt, um sie der Nachwelt zu erhalten. Es kostete ganz große Anstrengungen der Pfarre, diese Räume, in einer Schutthalde stehend und ohne Fenster und Türen, kulturellen und seelsorgerischen Zwecken nutzbar zu machen. (Heute befindet sich dort der Reliquienschrein)

  • Ausgrabungen



    Im Zuge der Trockenlegungsarbeiten in der Kirche von Kleinmariazell, die im Herbst 1994 begonnen worden waren, stießen die Arbeiter auf zahlreiche Funde von großem historischen Wert. Ab Februar 1995 wurden mit Unterstützung der Erzdiözese Wien, dem Land Niederösterreich, der Marktgemeinde Altenmarkt/Triesting und der Pfarrgemeinde großflächige archäologische und bauhistorische Untersuchungen der Abteilung für Bodendenkmale des Bundesdenkmalamtes unter der Leitung von Univ. Lektor AR Johann Offenberger durchgeführt.

    Der wichtigste Fund ist das Grab der Gründerbrüder Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg, indem die Archäologen auch eine beschriftete Ziegelplatte fanden, die besagt, dass deren Gebeine bei der Wiedereinweihung am 13. Mai 1609 hier wiederbestattet wurden.


    Das Grab der Gründerbrüder Heinrich und Rapoto

    Weiters entdeckten die Grabungsbeauftragten ungefähr 250 Gräber, die zum Teil auch außerhalb der heutigen Kirche liegen. Das Alter der Gräberfunde reicht von 11. bis zum 17. Jhdt.

    Ausgrabungen im rechten Seitenschiff der Kirche

    Auch ein spätgotischer Ziegelmosaikboden wurde in der heutigen Sakristei freigelegt, der aus dem 12. Jahrhundert stammt, und das Grabungsteam darauf schließen lässt, dass sich dort früher ein Waschraum befunden hat. Weiters stießen die Archäologen auf einen tausend Jahre alten Wurzelstock und eine Quelle, die vermutlich jene Quelle ist, die auch in der Gründungssage von Mariazell in Österreich vorkommt.

    Auch eine Gruft in der, im Vergleich zu den Gräbern, nur einige Knochen vorgefunden wurden. Einige erwähnenswerte kleinere Funde sind ein Holzring, an dem auf der einen Seite ein Totenkopf, auf der anderen Seite Jesus Christus geschnitzt ist. Auch einige Kruzifixe, Münzen, die Reste einer Mönchskutte und ein alter Schuh aus Leder wurden gefunden. Das Grabungsteam entdeckte auch die Reste früherer Kirchenmauern, denn die Kirchen wurden nur bis auf die Fundamente abgerissen und darauf im Laufe der Zeit immer wieder neue Kirchen gebaut.
    Fundament einer Apsis Eine freigelegte Tür

    Nachdem die Archäologen ihre Arbeit beendet hatten, konnte man weiter daran gehen die Kirche zu renovieren.




    Renovierung des Chorgestühls und der Orgel

  • Die Wiedereinweihung 1998


    Am 29. November 1998 fand die Neueinweihung durch Kardinal Erzbischof Dr. Christph Schönborn statt. Die neu restaurierte Kirche war nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

    unter den zahlreichen EhrenGästen: LH. Dr. Erwin Pröll, LH a.D. Siegfrid Ludwig, Bez. Hauptmann ...


     

  • 1

Kirchenführer

 

Führungen werden in der Basilika und ihren Anlangen das ganze Jahr über angeboten. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich bitte im Wallfahrtsbüro telefonisch oder per E-Mail.

Wenn Sie sich vorab schon über die Basilika von Klein Mariazell informieren möchte, können Sie hier in unserem Online Kirchenführer bereits eingige Eindrücke gewinnen.

Außerdem gibt es seit kurzem ein 3D Kugel-Panorama der Basilika auf der Homepage:
Mariazell im Wienerwaldwww.mariazell-wienerwald.at
> hier geht es zum Panorama <

 

Gnadenbild

Das Gnadenbild,
die tronende Muttergottes mit dem Jesuskind auf ihrem Schoß.

Aus einer Mönchszelle mit einer Muttergottesstatue
entstand das Benediktinerkloster "Cella Sancte Marie",

das "Marienzelle" bedeutet.

 

 

 

 

 

Kirche

Die Basilika von Klein-Mariazell ist seit dem Mittelalter Mittelpunkt der gleichnamigen Pfarre und erfüllte zwischen ca. 1120 und 1782 auch die Funktion einer Klosterkirche für Benediktinermönche.
Ursprünglich besaß sie nur einen hölzernen Dachreiter über dem Mittelschiff. Dieser wurde erst 1765 im Auftrag des damaligen Abtes Jacob Pach durch den gegenwärtigen Turm ersetzt.

 


Portale


Das Hauptportal der Kirche und das restaurierte Nordportal, beide um 1240 entstanden, erstrahlen nach der Renovierung in neuem Glanz.

Eine einmalige Auszeichnung der Kirchenfront ist das Hauptportal. Die in den Seitenmauern eingelassenen Säulen tragen Knospenkapitelle, darüber Rundbögen mit blättern und Tierköpfen an den Anläufen. Der äußere Bogen ist mit romanischen Blätterverschlingungen prächtig verziert. Zu Beginn der 50-er Jahre des 20. Jh. wurde das Hauptportal, das durch mehrere Vermauerungen der Säulen verunstaltet war, wieder freigelegt und ebenso wie das Nordportal wieder als ein echtes Zeugnis der Romanik in den ursprünglichen Zustand versetzt. Gerade dieses zweite Portal, das einst die Stiftskirche von der Nordseite her zugänglich machte, ist der große Anziehungspunkt vieler Kunstkenner.

 

Orgel



Orgel1

Die unter Abt Jacob Pach 1770 angeschaffte Orgel wurde von Ignaz Gatto dem Älteren gebaut.
Von einem Brüstungspositiv aus gespielt, wurden Pedal und Hauptwerk in zwei schräg gestelle Kästen untergebracht.

Im Jahre 1891 war diese Barockorgel durch die Fa. Kauffmann umgebaut und erweitert worden.
Im Zuge der Generalrestaurierung 1994-1997 entschied man sich für die Rekonstruktion der barocken Orgel.

 

Chorgestühl



Auf der Orgelempore steht das Chorgestühl aus der Zeit der Benediktiner-Mönche, angeschafft um 1693 von Abt Roman Wohlrab (1680–1699) und um 1770 von Abt Jacob Pach.

 

Fenster

West-Fenster im Chorraum, im Jahre 1897 gestiftet, stellt Maria mit dem unbefleckten Herzen dar.

 

 

 

Hochaltar

Nicht zuletzt sei aber unser Blick dem Hochaltar zugewendet in seinem prächtigen Aufbau, ruhend auf vier starken Säulen, die einen Baldachin bilden, unter dem Gott Vater segnend seine Hand der Welt zuwendet. Zwischen den Säulen stehen die überlebensgroßen Gestalten des hl. Florian und des hl. Leopold – die Mitte des Aufbaues nimmt die von sieben leuchtertragenden Engeln umgebene Gnadenmadonna ein. Dieses Gnadenbild hat all die wechselvollen Zeiten Klein-Mariazells überstanden.


Kreuzgang


 

 

 

 

 

Fresken

Wandfresken Deckenfresken

Warenkorb

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Montag, 30. November -0001

Decken-Fresken

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Krypta

 

Zur Wiederbestattung der Gründer wurde unter dem Presbyterium eine Krypta errichtet, die durch die ehemalige Sakristei über einen Steg zwischen der romanischen Apsis und einem gotischen Turmfundament zugänglich ist.
Diese Krypta, das Herz der gesamten Anlage, ist durch den jungen Wiener Bildhauer Mag. J. Höfinger gestaltet worden. Der Erzbischof von Wien, Dr. Christoph Schönborn, hat diesem Werk in seiner Weihepredigt vom 1. September 1996 folgende Deutung gegeben:
"Der Boden der westseitigen Nische zeigt eine Metallskulptur zum Gedenken an die versunkenen Gräber dieses Ortes. Darüber - vor einer mit einem Waldrelief versehenen Rückwand - sind Wurzeln eines tausendjährigen Baumes angebracht, der unter der Kirche am Ufer des alten Flurheiligtums freigelegt wurde. die Gestaltung der Nische ist eine doppelte Mahnung für jeden, der diesen Ort betritt: Wer in unserer unruhigen, orientierungsarmen Zeit die Zukunft meistern will, muß denen treu bleiben, die ihm vorangegangen sind. Er muß für sein eigenes Bauwerk Maß nehmen an den Fundamenten, die von seinen Vorfahren gelegt wurden. Und zweitens: Wer ungeachtet aller Globalisierungstendenzen seine Identität bewahren will, darf die Wurzeln nicht vergessen, die uns alle - bewußt oder unbewußt - an das Land des hl. Markgrafen Leopold binden.

Der Zwillingsstein in der nordseitigen Nische erinnert an die Versöhnung der beiden Brüder, die nach jahrzehntelangem Erbstreit an diesem Ort stattgefunden hat und der Anlaß zur Klostergündung wurde. Weil Liebe und Versöhnung, die Botschaft unseres Herrn Jesus Christus, ungeachtet aller Verhärtungen und Versteinerungen die dürre Welt zum Blühen bringt, wird der Zwillingsstein der versöhnten Brüder von jenem Quellwasser überflossen, da an der Nordseite der Kirche entspringt und schon vor tausend Jahren das Flurheiligtum durchströmt haben mag.

Das Grab der Brüder Schwarzenburg in der östlichen Nische ist mit jenem gravierten Grabstein bedeckt, der in der Karwoche 1995 bei den Grabungen im Kirchenboden aufgefunden wurde. An seinem Fußende ist die Steinplatte schräg abgebrochen, das Bruchstück ist verlorengegangen. Dieses Bruchstück hat der Künstler mit der gleichen, schräg verlaufenden Bruchlinie wiederhergestellt. Das Bruchstück wurde aber nicht mehr an den Grabstein gefügt, sondern auf stählernen Trägern zu einer Mensa erhöht, die nun die Reliquie des hl. Leopold aufnehmen und als Altar geweiht wird.


Wer nach Betrachtung der beiden Nischen vor diesem Altar betend verweilt, wird in der Liebe des Herrn geborgen sein, der das Dunkel der Gräber erleuchtet und jeglichen Grabstein durch die Machttat der Auferstehung zerbrochen hat. Die blitzenden Träger der Mensa versinnbildlichen die Gewalt göttlichen Heilwirkens; der auferstandene Heiland zu Häupten des Grabes triumphiert über Nacht und Tag.

 

Reliquienschrein

Im ehemaligen Cellarium aus dem späten 13. Jh. wurde ein Reliquienschrein errichtet, in dem nahezu fünfhundert Reliquien von Heiligen und Seligen  aus fast allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte Aufnahme gefunden haben.

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SR. M. Restituta

Dienerin Gottes - SR. M. Restituta

Helene KAFKA (1894-1945)

"Im Namen des Deutschen Volkes: ... Die Angeklagte Kafka wird wegen landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode und zum Ehrenrechtsverlust auf Lebenszeit verurteilt" - so endete am 29. Oktober 1942 die Hauptverhandlung gegen Sr. M. Restituta (Helene) Kafka. "Enthauptung" heißt die ohnmächtige Reaktion der Nazi-Mächtigen gegenüber einer Frau, die ihr Haupt zeitlebens nur vor e i n e m Herrn gebeugt hatte: Jesus Christus, dem sie in der Kongregation der Schwestern des III. Ordens des heiligen Franziskus, genannt "von der christlichen Liebe" - bis in den Tod.
Helene, wie das am 1. Mai 1894 in Brünn-Hussowitz geborene sechste von sieben Kindern des Schuhmacherehepaares Kafka getauft wurde, verbrachte Kindheit und Schulzeit n Wien-Brigittenau. Die Liebe zum Menschen mit seinen leiblichen und seelischen Nöten zog sie - nach einer zweijährigen Anstellung als Trafikantin - nicht nur zur Krankenpflege ins Städtische Krankenhaus Lainz, sondern kurz darauf (1914) auch zum Ordensleben, wie sie es bei unseren damals dort tätigen Mitschwestern kennengelernt hatte.
Bei ihrer Einkleidung 1915 erhielt Helene Kafka den Ordensnamen Sr. Maria Restituta (lateinisch = "die Wiederhergestellte") nach einer frühchristlichen Märtyrin.
Auf die Ordensprofeß und nach ersten Anstellungen in den Spitälern Neunkirchen und Lainz folgtt ab 1919 Sr. Restitutas Wirken als Operationsschwester im Krankenhaus Mödling, wo sie schon bald eine "Institution" war: Bei Ärzten, Patienten und in der Bevölkerung war sie als ausgezeichnete Krankenschwester, unermüdliche Helferin und realistische Ratgeberin bekannt und beliebt. In der klösterlichen Gemeinschaft wurde sie nicht nur wegen ihres Harmoniumspiels, sondern auch als Chorleiterin und als humorvolle Organisatorin von Ordensfesten geschätzt. Junge Mitschwestern suchten sie als mütterliche- und erfolgreiche- Fürsprecherin. Oberflächliche, schlampige Mitarbeiter hatten bei "Sr. Restituta" nichts zu lachen, besonders wenn ein Patient nicht auf das beste und genaueste versorgt wurde. Jene aber, die Österreich und der Welt Hitlers als Heiland und as Heil im Hakenkreuz verordnet hatten, haßte sie als standhafte Verteidigerin des Kreuzes Christi.
Als nämlich im Mödlinger Krankenhaus eine Station eröffnet wurde, hängte Sr. Restituta nicht nur eigenhändig Kreuze in alle Zimmer, sondern weigerte sich auch trotz strikten Nazi - Befehles beharrlich, diese wieder zu entfernen. Da sie schon längst erkannt hatte, daß mit dem Nationalsozialismus seine zutiefst widerchristliche und menschenverachtende Macht am Werk am Werk war, erlaubte ihr geradliniger, konsequenter und ihrem Gewissen als Mensch und Ordensfrau kompromißlos treuer Charakter ihr keine Wahl als: Widerstand!
"Sie trat unerschrocken für den Glauben und das Recht ein", erinnert sich später ihr Beichtvater, und "sie machte nirgendwo ein Hehl aus ihren Überzeugungen. Kriecherei oder selbst schlaue Diplomatie war ihr verhaßt.
Die Rache der Nationalsozialisten, die den Glauben und das Recht ebenso unerschrocken mit Füßen traten, war Sr. Restituta damit sicher. Im Dezember 1941 schlugen Hitlers Helfershelfer zu: Unter merkwürdigen Umständen - vermutlich handelte es sich um eine Falle - gelangte ein Blaupapier mit dem Text eines gegen das NS-Regime gerichteten Spott- und Mahngedichts, vom dem sich Sr. Restituta Abschriften hatte machen lassen, in die Hände eines SS-Arztes, der als fanatischer Nationalsozialist, Kämpfer gegen das religiöse Wirken der Schwestern unter den Patienten und besonderer Gegner Sr. Restitutas bekannt war. Auf seine Anzeige hin wurde Sr. Restituta am 18 Februar 1942 (Aschermittwoch) von der Gestapo im Operationssaal verhaftet.
Es folgten 13 Monate Haft im Landesgericht Wien, fünf davon in der zermürbenden Todeszelle - für Sr. Restituta eine Zeit der "vielen unverdienten Gnaden", die sie sich wohl schon in Mödling erbeten hatte. Wie oft sah man sie nach anstrengenden Operationen noch spätabends allein vor dem Tabernakel knien! Auch die besondere Verehrung der Schmerzensmutter mag ihr im Gefängnis die Kraft erwirkt haben, sich und andere aufzurichten. Ob Christ oder Kommunist, politische Gefangene oder Kindesmörderin: sie alle erlebten am eigenen Leib und an der eigenen Seele, wie in Sr. Restituta der Name ihrer Ordensgemeinschaft zur Tat wurde: "von der christlichen Liebe"...
"Sie hatte eine Ausstrahlung; was sie gesagt hat, hat man geglaubt; ihre Ehrlichkeit, Offenheit und reine Geradlinigkeit waren ganz einfach einmalig! Ihre Hilfsbereitschaft, ihr Mut und ihre Tröstungen waren unbeschreiblich großartig. Sie war ein wunderbarer Kerl!". Bekennt eine ehemalige Mitgefangene und aktive Kommunistin, die dennoch gerade den Wert des ungebrochenen Glaubenszeugnisses unserer Mitschwester hervorhebt: "Der Einfluß, den Sr. Restituta auf die Mitgefangenen ausgeübt hat, war aufgrund ihrer Ausstrahlung und Menschlichkeit wirklich groß. Sie lebte uns allen vor, was es heißt zu glauben, wenn auch viele von uns aufgrund der Unmenschlichkeit des Lebens und der Mitmenschen nicht mehr glauben konnten". - Doch so manche von ihnen haben in jenen Monaten durch Sr. Restituta wieder zu Gott und zur Kirche zurückgefunden.
Inzwischen waren mehrere Gnadengesuche - darunter auch jenes Kardinal Innitzers, des damaligen Erzbischofs von Wien - abgelehnt worden, denn in Wahrheit ging es den Nationalsozialisten im Fall der Ordensschwester Kafka noch um viel mehr, nämlich um die "Kirchenpolitik in den neuen Gebieten", was gleichbedeutend war mit Kirchenkampf, Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei und oberster Interpret des "Führerwillens", der jeher verbissener Christenhasser und Kirchenverfolger, wurde vom Schreibtisch aus zum eigentlichen Scharfrichter Sr. Restitutas, indem er "Vielmehr aus Abschreckungsgründen den Vollzug der Todesstrafe für erforderlich" hielt.
Den Gang zum Schafott am 30. März 1943 trat unsere Mitschwester so an, wie es ihr Ordensname vorzeichnete: als "Restituta" = als in Gott "Wiederhergestellte". "Sr. Restututa hat mit lauter Stimmer ihre Profeßformel begetet und nachher mit eigenen Worten für die Bekehrung der Feinde des Gottesreiches gebetet", überliefert der Priester, von dem sie nach der Gelübdeerneuerung die letzte heilige Kommunion empfing; aus ihren Briefen wissen wir, daß sie allen, die zu ihrer Verurteilung beigetragen hatten, schon früher von Herzen vergeben hat. - 18.21 Uhr: Ein schwerer, dumpfer Schlag des Fallbeils - und Gott vollendet, was er an seiner Dienerin begonnen hat. Sr. M. Restituta bleibt die einzige Ordensfrau die im deuschsprachigen Machtbereich des NS-Regimes, die gerichtlich zum Tod verurteilt und tatsächlich hingerichtet worden ist.
Der Seligsprechungsprozeß für die Dienerin Gottes Sr. M. Restituta, am 4. November 1988 vom Wiener Erzbischof Kardinal Groer feierlich in unserem Mutterhaus eröffnet, wird nach erfolgreichem Abschluß der diözesanen Phasen seit 1990 in Rom weitergeführt.

Kriegerdenkmal

Das neue Kriegerdenkmal am Vorplatz der Kirche
Auch im Kriegerdenkmal, auf dem Platz vor der Kirche, kommt der Auferstehungs glaube zu einem bildhaften Ausdruck. Nicht Schmerz, Trauer, Leid, sondern Auferstehung und Heimkehr in die Wohnungen, die der Herr bereitet hat, findet hier einen unserer Zeit adäquaten Ausdruck. Der Schöpfer dieser Plastik sagt dazu: "Als strahlende Formen, sich gegenseitig berührend und vorwärtsschreitend aus ihren zerbrochenen Gräbern in Richtung ihrer Heimat und hin zu Gott, habe ich die Toten gestaltet, eingedenk der Verheißung Ewigen Lebens, deren Erfüllung alles Leid aufheben und alle Tränen trocknen wird."

 

 

 

 

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